Der Winterling ist eine mehrjährige Knollenpflanze.
Der äußerst frühe Blühtermin (noch vor den Schneeglöckchen) macht den Winterling zu einer der beliebtesten Gartenzierpflanzen.

Ursprünglich stammt der Winterling aus Kleinasien (in diesen Regionen blüht er direkt nach der Schneeschmelze), mittlerweile ist er aber bei uns in Mitteleuropa eingebürgert. In Deutschland und Österreich zeigt diese kleine Pflanze bereits ab Ende Februar seine wunderschönen goldgelben Blütenblätter, damit gehört der Winterling zu den allerersten Frühlingsboten.

Nach dem Einbringen sind Winterlinge zunächst etwas unstete Gesellen. Es dauert schon einige Jahre, bis sie ihren festen Platz im Garten gefunden haben, aber dann vergrößern sie ihre Wuchsfläche von Saison zu Saison stetig. Die Ausbreitung geschieht vor allem durch eine sehr starke Aussaat.

An und für sich bestehen diese Pflanzen aus wenig mehr als einem dicken Stängel, an dessen Ende ein Blätterkranz mit einer einzelnen, etwa 2,5 cm großen goldgelben Blüte (mit meist sechs Blütenkronblättern und vielen Staubblättern) wächst.
Nach dem Verschwinden der Blüte bilden sich auf den Stängeln braune, fünfteilige Balgfrüchte, in welchen sich die Samenkörner entwickeln. Diese Samen keimen im Frühjahr, etwa zur Blütezeit der Winterlinge und entwickeln sich ihrerseits innerhalb von etwa drei bis vier Jahren zu blühfähigen Pflanzen. Die Knollen selbst stecken sehr tief in der Erde.

Pflanzensteckbrief
  • Blütezeit: Einer der ersten Blüher Ende Februar und März, mit goldgelber Blütenfarbe; das grüne Laub bleibt bis in den Juni hinein frisch, danach welkt es rasch ab; 
  • Kombinationsvorschlag: Eignet sich besonders für den Steingarten, für Blumenbeete, und als Schattenstaude unter laubabwerfenden Bäumen oder Sträuchern, zum verwildern in naturnahen Gartenanlagen oder im Rasen; Eine sehr schöne Kombination ist mit Schneeglöckchen oder einfärbigen, ebenfalls früh blühenden Krokussen gegeben. In jedem Fall gilt: Je mehr Winterlinge, desto besser. Große Horste bieten imposante Bilder
  • Wuchshöhe: ca. 10 cm;
  • Knolle: Wurzeln mit Rhizomknollen, die jährlich ersetzt werden. Müssen vor dem Ausbringen über Nacht ins Wasser gelegt werden.
  • Standort: Eher Halbschatten, kann aber auch teilweise sonnig sein.
  • Substrat: Liebt frische humose lehmige vorzugsweise kalkhaltige Erde, kommt aber auch mit schweren Böden zurecht.
  • Einpflanzen: In 2 bis 5 cm Tiefe sofort nach dem Kauf einpflanzen, feucht halten!
  • Gießen/Düngen: Ausreichend gießen, die Erde sollte nicht zu nass sein.
  • Vermehrung: Am besten durch Teilung nach der Blüte. Die kleinen Sprossknollen werden im September/Oktober über Nacht in Wasser gelegt und am nächsten Tag gepflanzt, mit Erdüberdeckung von zwei- bis dreifacher Dicke der Knolle, Abstand ca. 10 cm. Nur gesunde, feste Knollen verpflanzen. Durch Samenbildung, sehr wuchsfreudig. Vermehrung der Samen durch Selbstaussaat. Tipp: Im Herbst mit Kompost überziehen. Erstmals nach etwa drei Jahren Blütenbildung.
  • Dauer einer Verwilderung: Zur Entwicklung eines flächendeckenden Teppichs dauert es etwa 10 Jahre, da die Sämlinge erst nach 3-4 Jahren blühen. Hat sich der Winterling einmal etabliert, dann breitet er sich wie "Unkraut" aus, doch bis dahin kann es zu vermehrten Ausfällen kommen. Häufigste Ursache: Austrocknung der Knollen! Daher empfiehlt es sich, bereits blühende Pflanzen im Topf zu kaufen.

ACHTUNG: Der Winterling ist eine stark giftige Pflanze. Vor allem die Knollen enthalten Glykoside, die herzwirksam sind. Zu den Vergiftungserscheinungen zählen Atemnot, Erbrechen, Übelkeit sowie unregelmäßiger und verlangsamter Puls.

Sehr gute Internetseite bzgl. Winterling: http://www.gartendatenbank.de/wiki/eranthis-hyemalis