Die Texte und Informationen sind folgenden Internetseiten des Bundesministeriums entnommen (Stand: 01.06.2008): http://www.wien.gv.at/ma50st/klein.htm  

Kleingärten: Kauf, Bauen und Wohnen

In Wien gibt es rund 30.000 Kleingartenparzellen, von denen sich rund 18.000 auf städtischem Grund befinden. Immer häufiger werden Kleingärten über längere Zeit im Jahr als Wohnsitz in grüner und ruhiger Lage genutzt. Dem Wunsch vieler Kleingärtner entsprechend schuf die Stadt Wien die gesetzliche Möglichkeit, eine Baubewilligung zu erwirken, die zur Errichtung eines 50 m2 großen Kleingartenwohnhauses und zum ganzjährigen Bewohnen berechtigt.

Kauf von städtischen Kleingärten

Ist eine städtische Kleingartenanlage mit der Flächenwidmung "EKlw" (= Erholungsgebiet-Kleingarten für ganzjähriges Wohnen) oder "GS" (= Gartensiedlung), so wie es beim KGV Esparsette der Fall ist, versehen, so wurde auf Grund eines Beschlusses des Wiener Gemeinderates für die Kleingärtner dieser Anlage die Möglichkeit geschaffen, bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ihre Kleingartenflächen käuflich erwerben zu können. Mehr dazu siehe auch folgenden Artikel!

Nähere Informationen hiezu erhalten Sie in der Fachabteilung für Liegenschaftsmanagement, 8., Lerchenfelder Straße 4, und zwar:

Widmung für ganzjähriges Wohnen

Ganzjähriges Wohnen sowie die Errichtung eines 50 m2 großen Kleingartenwohnhauses sind laut Gesetz nur in Kleingartenanlagen mit der Widmung "Kleingartengebiet für ganzjähriges Wohnen" zulässig. Das hiezu notwendige Umwidmungsverfahren wird von der Fachabteilung für Stadtteilplanung und Flächennutzung eingeleitet; Anträge hiezu sind im Wege der Bezirks-Kleingartenkommission einzubringen, die am Amtssitz der jeweiligen Bezirksvorstehung eingerichtet ist.

Voraussetzungen für eine solche Widmung sind unter anderem eine frostsichere Trinkwasserleitung, ein Kanalanschluss und ausreichende umweltfreundliche Energieversorgung.

Förderungen

Für den Ausbau bzw. Neubau eines Kleingartenwohnhauses gewährt das Land Wien Wohnbauförderungsmittel. Der Neubau, aber auch der Um- und Ausbau von Kleingartenwohnhäusern werden durch Zuschüsse zu einem Darlehen gefördert.

Informationen hiezu erteilt die Wohnbauförderung, 1194 Wien, Muthgasse 62.

Bauen im Kleingarten

Wie alle Bauführungen unterliegt auch die Errichtung eines Kleingartenwohnhauses den landesgesetzlichen Vorschriften (Kleingartengesetz, Bauordnung). Es empfiehlt sich daher, solche Bauführungen von Fachleuten (Baumeister, Architekt) nach vorheriger Beratung durchführen zu lassen.

Grundsätzlich darf die Grundfläche eines Kleingartenhauses 35 m2 nicht übersteigen; bei Kleingartenwohnhäusern darf dieses Ausmaß 50 m2 nicht übersteigen. In jedem Fall müssen 75 Prozent des Kleingartens mit Rasen, Büschen oder Bäumen bestanden sein.

Genaue Informationen erteilen unter anderem die Baupolizei im zuständigen Bezirksamt und der Zentralverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs (6., Getreidemarkt 11).